Webbasiertes Instrumentarium zur Evaluierung des Vorbereitungsstandes von Krankenhäusern
auf biologische Gefahrenlagen (BEPE)
Bessere Vorbereitung auf biologische Gefahrenlage
Seltene, aber hochgefährliche Krankheitserreger können sich heute aufgrund des internationalen
Reiseverkehrs ungleich schneller ausbreiten als früher. Ein zusätzliches Bedrohungspotenzial
entsteht, wenn solche Krankheitserreger durch Unfälle, oder sogar durch absichtliche
Ausbringung (Bioterrorismus), freigesetzt werden. Krankenhäuser sollten daher auf
die Diagnose und Behandlung derartiger Erreger bestmöglich vorbereitet sein.
Im Rahmen des Projektes BEPE soll der
Vorbereitungszustand der Krankenhäuser sowohl
hinsichtlich einzelner Patienten mit hochansteckenden Krankheiten als auch auf
potenzielle
bio-terroristische Krisenfälle in Deutschland und Israel ermittelt werden. Für die
gezielte Behandlung von Patienten mit hochansteckenden Krankheiten und zur Vermeidung
einer weiteren Verbreitung ist neben den diagnostischen Fähigkeiten eine ausreichende
Schulung des Personals zum Umgang mit persönlichen Schutzausrüstungen und der Einrichtung
entsprechender Isolierstationen erforderlich. Hierzu werden in beiden Ländern Erhebungen
vorgenommen. Die Kooperation der deutschen und israelischen Partner lässt dabei
große Synergien erwarten. In Deutschland existieren vor allem Erfahrungen mit der
Versorgung einzelner Patienten mit hochansteckenden Krankheiten, wie SARS oder Lassafieber.
In Israel hingegen bestehen Erfahrungen im Umgang mit einer Vielzahl von betroffenen
Personen.
Als Ergebnis des Projektes BEPE soll ein umfassendes und zuverlässiges
webbasiertes Softwaretool zur Verfügung stehen, mit dem der Vorbereitungsstand der
einzelnen Gesundheitseinrichtungen und des jeweiligen Gesundheitspersonals auf einen
potenziellen Ausbruch von ansteckenden Krankheiten beurteilt und Hinweise zur Verbesserung
gegeben werden können. Die Software unterstützt ein
Qualitätsmanagement in den Krankenhäusern,
indem sie die Aufmerksamkeit und den Wissensstand des Personals in den jeweiligen
Kliniken hinsichtlich hochgefährlicher Erreger verbessert.
Ziel ist es, die Zeit
zwischen der Einlieferung der Patienten, der Verdachtsdiagnose sowie der erforderlichen
Isolierung der Erkrankten maßgeblich zu reduzieren. Dies ist eine essenzielle Voraussetzung,
um weitere Ansteckungen zu vermeiden und die Ausbreitung hochansteckender Krankheiten
einzudämmen. Die Partner werden einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, die
Vorbereitung
der Gesundheitseinrichtungen auf biologische Gefahrenlagen zu verbessern. Darüber
hinaus sind hochansteckende Krankheiten stark angstbesetzt und können zu Panikreaktionen
in der Bevölkerung und dadurch zu einer starken Beeinträchtigung des öffentlichen
Lebens führen. Auch diesen Folgen kann eine verbesserte Vorbereitung des Gesundheitswesens
entgegenwirken.
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